31.Oktober 2013 -

Dass manche Tiere dem Menschen beim Zahnwuchs um einiges voraus sind, ist allgemein bekannt. Man denke da nur an Haie‚ Alligatoren oder Seekühe. US-amerikanische Paläontologen haben jetzt herausgefunden, dass auch manche Dinosaurierarten über mehrmals nachwachsende Zähne verfügten.

Beim Pflanzenfresser Diplodocus zum Beispiel, wohl bekannt aus „Jurassic Parc“ – besonderes Merkmal: sein langer Hals – wuchsen die Beißerchen sogar alle 35 Tage nach! Auch bei dem artverwandten Camarasaurus erneuerten sich die Zähne regelmäßig, und zwar nach circa 62 Tagen. Herausgefunden haben das die Wissenschaftler, indem sie die Zähne der Urzeitechsen näher unter dem Mikroskop untersuchten. Ähnlich wie bei Baumstämmen lässt sich bei Saurierzähnen nämlich das Alter anhand von Ringen feststellen. Die Experten vermuten, dass unterschiedliche Nahrungsgewohnheiten die Wachstumsgeschwindigkeit der Saurierzähne beeinflusst haben: Während sich der Diplodocus sein Futter wahrscheinlich in Bodennähe suchte und so wohl häufig auch Kieselsteine und Sand mitfraß, was zu einem stärkeren Abrieb führte, ernährte sich der Camarasaurus den Forschern zufolge eher von höher gelegenen Baumblättern, wodurch seine Zähne mehr geschont wurden und sich weniger häufig erneuern mussten.
Quelle: www.bild.de